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Das Herrenhaus von Schloss Grünewald aus der Luft, umgeben vom Landschaftspark
Geschichte · seit dem 16. Jahrhundert

Fünfhundert Jahre, ein Grünewald

Vom Lehngut eines Klosters zum Landsitz zweier Dynastien — und seit 1997 in den Händen einer Familie, die das Anwesen Stück für Stück restauriert.

Der Ort

Eine Enklave bergischer Kulturgeschichte

Auf einer Anhöhe am Rand des Bergischen Landes liegt die denkmalgeschützte Hofanlage — das mittelalterlich anmutende Herrenhaus und seine Nebengebäude, eingebettet in ein Landschaftsschutzgebiet und einen englischen Landschaftspark, ringsum Wald und Wiesen.

Zehn Minuten zu Fuß liegt Solingen-Gräfrath mit seinem historischen Fachwerk-Ortskern — das Kloster, dem Grünewald einst als Lehngut diente, stand genau dort. Und trotz aller Idylle: Die Autobahn ist fünf Minuten entfernt.

Und noch ein Kapitel älter: In den Wäldern ringsum entspringt am Heiligen Born die oberste Quelle des Itterbachs — nach urkundlicher Überlieferung eine geweihte Stätte, zu der schon zur Zeit des Klosters Prozessionen zogen, und nach den Sagen ein Ort, an dem seit der Christianisierung getauft wurde. Solche Quellen machten die Anhöhe früh zum Siedlungsplatz — lange bevor der „Bürgershof" in den Urkunden auftauchte.

Mehr Gräfrath: der Heimatverein Solingen-Gräfrath
16. Jh.
erste urkundliche Erwähnung
5
Familien in fünf Jahrhunderten
seit 1997
restauriert die Familie Zimmermann
Chronik

Die Namen bleiben auf dem Gelände

Salon Greveroyde, Kaminzimmer De Leuw — die Räume heißen nach denen, die hier waren. Fünf Familien, eine Hofstelle: Wer durch die Anlage geht, geht durch ihre Besitzergeschichte.

  1. 16. Jh.

    Ein Lehngut des Klosters Greverode

    „Grünewald“ wird nach den Recherchen des Staatsarchivs Düsseldorf urkundlich erstmals erwähnt — als „Bürgershof“, ein Wirtschafts-Lehngut des Klosters Greverode, aus dem das heutige Gräfrath wurde. Der Ursprung der Gemäuer geht vermutlich noch weiter zurück.

    Bis heute: Salon Greveroyde

  2. 1820

    Familie de Leuw

    Der Augenchirurg und kaiserliche Hofrat Friedrich-Hermann de Leuw und sein Sohn, der Landschaftsmaler Friedrich-August, bauen die gutbürgerliche Hofschaft zu einem schlossähnlichen Herrensitz aus.

    Bis heute: Event-Forum De Leuw · Kaminzimmer De Leuw

  3. 1878

    Versteigert in Gräfrath

    Nach Jahren häufiger, lückenhaft dokumentierter Besitzerwechsel kommt das Anwesen am historischen Marktplatz von Solingen-Gräfrath unter den Hammer. Käufer ist Christian Brockhoff.

  4. 1880

    Sommerresidenz der Dynastie Piedboeuf

    Die Düsseldorfer Fabrikantenfamilie macht Grünewald zur Ferien- und Sommerresidenz, erweitert das Schloss um einen Trakt und legt den englischen Landschaftspark an, in dem heute getraut wird.

    Bis heute: Historischer Pavillon · Landschaftspark

  5. 1997

    Familie Zimmermann

    Schrittweise Restaurierung aller Gebäude unter Wahrung des historischen Erscheinungsbilds. Seit 2004 richtet das Eventforum hier Feiern aus — heute rund 60 Hochzeiten im Jahr.

Aus dem Familienalbum
Die verschneite Hofanlage in den 1970er-Jahren
Winter in den 1970ern
Luftaufnahme der Hofanlage von 1982
Aus der Luft, 1982
Die Hofanlage von Schloss Grünewald aus der Luft, umgeben von Grün
Brautpaar auf der Schlosswiese unter alten Bäumen
Der Park

Angelegt vor 140 Jahren, gefeiert bis heute

Den englischen Landschaftspark verdankt das Anwesen der Familie Piedboeuf — angelegt als Kulisse ihrer Sommerresidenz, mit altem Baumbestand, der Schlosswiese und der Obstwiese am Rand des Geländes.

Heute wird genau hier getraut: unter freiem Himmel auf der Schlosswiese oder am historischen Pavillon. Ein Park, der seit 140 Jahren für schöne Tage gebaut ist.

Warum hier gefeiert wird

Gefeiert, damit es bleibt

Ein Denkmal erhält sich nicht durch Absperrband, sondern durch Leben darin. Auf dieser Überzeugung steht das Nutzungskonzept, mit dem die Familie Zimmermann das Anwesen seit 1997 Stück für Stück restauriert — unter Wahrung des historischen Erscheinungsbilds.

Jede Feier, jede Tagung und jeder Besuch auf dem Adventstraum trägt seither dazu bei, dass Herrenhaus, Park und Gärtnerei bleiben, was sie sind: bewohnte Geschichte statt Kulisse.

Das nächste Kapitel

Schreibt euch in die Geschichte ein

Rund 60 Feiern im Jahr tragen diesen Ort — vielleicht bald eure. Erzählt uns, was ihr plant.